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Mehrwert für alle
Drei qualifizierte Tagesmütter bieten an 365 Tagen im Jahr für Kinder von 0-12 Jahren eine kurzfristige Betreuung in Notfällen für Kinder von MitarbeiterInnen an. Fällt die Regelbetreuung einmal aus, gibt es Überstunden, Dienstplanänderungen oder in Ferienzeiten stehen diese „Back-up-Plätze“ für eine individuelle, am Bedarf orientierte Betreuungslösung zur Verfügung. „Wir schaffen für unsere MitarbeiterInnen durch das Netzwerk der Tagesmütter eine „Hintergrund- Betreuungsmöglichkeit“, die Eltern entspannter arbeiten lässt. Dies ist sowohl für die MitarbeiterInnen als auch für den Betrieb von Vorteil und stellt einen Mehrwert für alle dar“, so Dorothee Schad, Pfarrerin und Leiterin der Personalentwicklung der BruderhausDiakonie, die das Vorhaben durch ihr Engagement vorangetrieben hat.
Der Tagesmütter e.V. möchte perspektivisch das Modell der Hintergrundbetreuung für den ganzen Landkreis ausweiten und für weitere Betriebe zugänglich machen. „Wir haben die Initiative der BruderhausDiakonie aufgegriffen und freuen uns, dass wir mit den Kreiskliniken, dem pp.rt und der Robert Bosch GmbH nun den ersten Pool an Plätzen anbieten können, erklärt Anne Mack, Geschäftsführerin des Tagesmütter e.V. Jeder Partner zahlt 400,- Euro für einen Kindertagespflegeplatz auf den ihre MitarbeiterInnen bei Bedarf zugreifen können. Die Kosten für die in Anspruch genommenen Betreuungsstunden werden bei betriebsbedingter Notwendigkeit vom jeweiligen Arbeitgeber getragen.
Damit das Modell bei Eltern bekannt wird und Kinder in Kontakt mit den anbietenden Tagesmüttern kommen können, werden in regelmäßigen Abständen sogenannte Aktivnachmittage von den Tagesmüttern gemeinsam angeboten. Zusätzlich können die Tagespflegefamilien an einem Kontaktnachmittag pro Woche besucht werden. „Es ist wichtig, dass Eltern und Kinder, die dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten, uns kennenlernen und eine Beziehung zu uns aufbauen können“, benennt Cristina Schwarz, eine der drei Anbieterinnen einen elementaren Baustein des Konzepts.
Kathrin Bahnmüller, Leiterin der Personalabteilung der Kreiskliniken GmbH, Klaus Schneider, Kaufmännischer Geschäftsführer des PP.rt und Karen Oßmann, Gruppenleiterin Personalabteilung der Robert Bosch GmbH unterstreichen sowohl die guten Synergieeffekte als auch das jeweilige betriebliche Engagement für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die betriebliche Anforderung Personal zu gewinnen, insbesondere auch weibliche Fachkräfte, bedarf einem familienfreundlichen Klima und umfassender Betreuungsangebote. Mit der Kurzfristigen KinderTagespflege gehen die engagierten Betriebe einen großen Schritt in diese Richtung.
